Die UEFA Europa League
Die Europa League ging 2009/10 aus dem UEFA-Pokal hervor. Seit der Saison 2024/25 wird sie wie die Champions League mit einer Ligaphase gespielt: 36 Vereine bestreiten acht Spiele gegen unterschiedliche Gegner, danach folgt die K.-o.-Phase. Der Sieger der Europa League qualifiziert sich für die folgende Champions-League-Saison.
Die UEFA Conference League
Die Conference League wurde 2021/22 eingeführt und ist der dritte europäische Vereinswettbewerb. Auch sie wird seit 2024/25 mit einer Ligaphase gespielt, in der jeder der 36 Vereine sechs Spiele absolviert. Der Wettbewerb eröffnet Vereinen aus kleineren Ländern und Teams aus der Breite der Ligen die Chance auf europäische Spiele und einen Titel.
Deutsche Titel im UEFA-Pokal und in der Europa League
Deutsche Vereine haben den UEFA-Pokal beziehungsweise die Europa League mehrfach gewonnen: Borussia Mönchengladbach (1975 und 1979), Eintracht Frankfurt (1980 und 2022), Bayer 04 Leverkusen (1988), der VfB Stuttgart (1989), der FC Bayern München (1996) und der FC Schalke 04 (1997). Zusätzlich gewannen Hamburger SV (1977) und Werder Bremen (1992) den inzwischen eingestellten Europapokal der Pokalsieger. Die Titel in der Champions League findest du in unserer Siegerliste.
Wie qualifiziert man sich?
Die Startplätze für die Europapokale hängen von der Tabellenplatzierung in der Liga, vom Pokalsieg und von der UEFA-Koeffizientenwertung ab. Welche Plätze in einer Saison zu welchem Wettbewerb berechtigen, erklärt unser Tabellen-Ratgeber. Verbindlich sind die Angaben der UEFA.
Warum die Wettbewerbe wichtig sind
Für Vereine aus der Mitte der Tabelle bedeuten Europapokalspiele zusätzliche Einnahmen, internationale Aufmerksamkeit und die Chance, junge Spieler auf großer Bühne zu präsentieren. Gleichzeitig bringen sie zusätzliche Belastung: Spiele unter der Woche, Reisen und Rotationszwang. Trainer stehen deshalb oft vor der Frage, wie sie Liga und Europapokal gleichzeitig bewältigen.
Die drei Wettbewerbe im Vergleich
| Wettbewerb | Vereine in der Ligaphase | Spiele pro Verein in der Ligaphase |
|---|---|---|
| Champions League | 36 | 8 |
| Europa League | 36 | 8 |
| Conference League | 36 | 6 |
Von Messepokal und Pokalsieger-Cup zur Europa League
Die europäischen Wettbewerbe haben eine lange Vorgeschichte. Neben dem Europapokal der Landesmeister gab es den Europapokal der Pokalsieger (bis 1999 ausgespielt) und den Messestädte-Pokal, aus dem 1971 der UEFA-Pokal hervorging. 2009/10 wurde der UEFA-Pokal zur UEFA Europa League umgebaut. Seit 2021/22 ergänzt die Conference League das Angebot. Für Fans bedeutet das mehr Spiele, für kleinere Vereine mehr Chancen auf internationale Auftritte.
Warum die Wettbewerbe für deutsche Vereine wichtig sind
Für Vereine aus der Bundesliga sind die kleineren Europapokale ein wichtiger Zusatz: Sie bringen Einnahmen, Reichweite im Ausland und die Chance, über einen Titelgewinn in der Europa League in die Champions League einzuziehen. Wer die Spiele am Donnerstag verfolgt, erlebt oft eine Mischung aus großen Namen und überraschenden Außenseitern.
