Redaktion Live-Fussball.comZuletzt geprüft: 20. Oktober 2026Lesezeit: ca. 2 Min.

DFB-Pokal

DFB-Pokal: Modus, Magie und die Sieger der letzten Jahre

Der DFB-Pokal ist der älteste deutsche Vereinswettbewerb im K.-o.-System. Weil Amateurvereine auf Bundesligisten treffen können, entstehen regelmäßig Überraschungen – die „Pokalsensation“ ist längst ein feststehender Begriff.

So funktioniert der DFB-Pokal

Der Pokal wird im reinen K.-o.-System gespielt: Wer verliert, scheidet aus. In der Regel starten 64 Mannschaften – die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga, die bestplatzierten Drittligisten sowie Amateurvereine, die sich über die Landespokalwettbewerbe der Landesverbände qualifiziert haben. Bei Gleichstand nach 90 Minuten gibt es eine Verlängerung und gegebenenfalls ein Elfmeterschießen. Wer in den frühen Runden unterklassig ist, genießt oft Heimrecht; das erhöht die Überraschungschancen.

Das Finale in Berlin

Das Endspiel wird traditionell im Berliner Olympiastadion ausgetragen, und zwar seit 1985 – damals wurde es dauerhaft nach Berlin vergeben. Die Stimmung ist besonders, weil beide Fanlager viele Zuschauer mitbringen und das Spiel am Saisonende steht. Der Sieger erhält den DFB-Pokal und – sofern nicht bereits über die Liga qualifiziert – einen Startplatz in der Europa League.

Pokalsieger 2014/15 bis 2024/25

Sieger des DFB-Pokals, Zeitraum 2014/15 bis 2024/25
SaisonPokalsiegerFinalgegner
2014/15VfL WolfsburgBorussia Dortmund
2015/16FC Bayern MünchenBorussia Dortmund
2016/17Borussia DortmundEintracht Frankfurt
2017/18Eintracht FrankfurtFC Bayern München
2018/19FC Bayern MünchenRB Leipzig
2019/20FC Bayern MünchenBayer 04 Leverkusen
2020/21Borussia DortmundRB Leipzig
2021/22RB LeipzigSC Freiburg
2022/23RB LeipzigEintracht Frankfurt
2023/24Bayer 04 Leverkusen1. FC Kaiserslautern
2024/25VfB StuttgartArminia Bielefeld

Den Pokalsieger 2025/26 und frühere Jahrgänge findest du in der offiziellen Chronik auf dfb.de. Wir ergänzen die Liste erst nach Abgleich mit den offiziellen Daten, damit hier keine ungeprüften Angaben stehen.

Warum Pokalspiele so unberechenbar sind

Im Pokal zählt nur das eine Spiel. Ein Favorit, der in der Liga stabil auftritt, kann an einem Abend gegen einen Außenseiter mit viel Einsatz scheitern. Dazu kommen Faktoren wie Rotation (Trainer schonen Stammspieler), Platzverhältnisse bei Amateurvereinen und die besondere Motivation des Underdogs. Mehr Begriffe rund um den Wettbewerb – von „Elfmeterschießen“ bis „Verlängerung“ – erklären wir im Glossar.

Die Geschichte des DFB-Pokals

Der Wettbewerb wurde erstmals 1935 ausgespielt und hieß damals Tschammerpokal; der erste Sieger war der 1. FC Nürnberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Wettbewerb 1952/53 unter dem Namen DFB-Pokal neu gestartet. In der DDR gab es parallel den FDGB-Pokal; seit der Wiedervereinigung wird der Pokal gesamtdeutsch ausgespielt. Rekordsieger ist der FC Bayern München, der den Wettbewerb häufiger gewonnen hat als jeder andere Verein.

Auslosung und Rundenmodus

Die Paarungen jeder Runde werden öffentlich ausgelost, in der Regel im Rahmen einer Fernsehsendung und häufig mit prominenten Gästen als „Losfee“. In den frühen Runden gilt: Der unterklassige Verein erhält Heimrecht, sofern zwei Teams aus unterschiedlichen Spielklassen aufeinandertreffen. Die genauen Setzregeln legt der DFB jedes Jahr in der Spielordnung fest.

Amateure im Pokal

Die Teilnahme am DFB-Pokal ist für Amateurvereine ein Höhepunkt. Wer es über den Landespokal schafft, bekommt oft zum ersten Mal ein Spiel in einem größeren Stadion und im Fernsehen, manchmal auch Zusatzeinnahmen durch TV-Gelder und Zuschauer. Für die Außenseiter gilt: Wenn sie die frühe Phase gut überstehen, wachsen Selbstvertrauen und Erfahrung – und gelegentlich folgt tatsächlich die Pokalsensation.